Unsere Geschichte

Die Landgräfliche Stiftung von 1721 gehört zu den ältesten Einrichtungen der Jugendhilfe in Deutschland.

 

Landgräfliche Stiftung von 1721 - Landgraf Friedrich III. Jacob

Friedrich III. Jacob von Hessen-Homburg (*19. Mai 1673 in Cölln; †8. Juni 1746 in Herzogenbusch) war Landgraf von Hessen-Homburg.

Friedrich Jacob wurde als zweites Kind des berühmten Prinzen von Homburg, dem Landgrafen Friedrich II. von Hessen-Homburg (1633–1708) und dessen Frau Luise Elisabeth (1646–1690), Tochter des Herzogs Jakob von Kurland (1610–1662) geboren. In der kulturell und geistig fortschrittlichen Atmosphäre des Berliner Hofes, an dem sein Vater als Kommandant der brandenburgischen Truppen diente, erhielt er eine gründliche Ausbildung.

Landgraf Friedrich III. Jacob gründete das Homburger Armen-, Arbeits- und Waisenhaus, das noch heute als „Landgräfliche Stiftung“ existiert. Vermutliches Vorbild war die 1698 von August Hermann Francke (1663–1727) in Halle gegründete Waisen-Anstalt, die auch auf viele andere Waisenhausgründungen starken Einfluss hatte.

1715 Baubeginn   Landgräfliche Stiftung von 1721 - Die Glocke
1721 das Haus wird am heutigen Waisenhausplatz fertig gestellt
15.4.1742 die ersten fünf Kinder ziehen unter Glockengeläut in das Waisenhaus ein
21.5.1742 in der Stiftungsurkunde wird der Auftrag der Stiftung festgelegt

Wegen chronischen Geldmangels vermietete der Landgraf das Gebäude erst einmal an eine Buchdruckerei. Auch der Versuch, durch eine Art Spendenaktion Geld für das Waisenhaus mithilfe einer Lotterie zu bekommen, scheiterte damals offenbar an der Gleichgültigkeit der Homburger Bürger.

So dauerte es mehr als 30 Jahre, bis das Waisenhaus eröffnet werden konnte. Geleitet wurde es damals sowohl vom evangelischen als auch vom reformierten Pfarrer.

Landgräfliche Stiftung von 1721 - Geschichte

1968 die Stiftung zieht in den Neubau am Bommersheimer Weg
1989–1998 das Giebeldach wird aufgestockt und die Mehrbettzimmer werden in Einzelzimmer umgebaut, die Appartements entstehen
2006/2007 der Eingangsbereich wird umgestaltet – eine Solaranlage für die Warmwasserversorgung wird eingebaut
August 2010 das Archiv der Stiftung geht an das Bad Homburger Stadtarchiv über